Luxemburg (dpa) - Die Wirtschaft des Euroraums ist im dritten Quartal in die Rezession gerutscht. Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im zweiten Vierteljahr um 0,2 Prozent fiel das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,1 Prozent zum Vorquartal.

Dies teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Die Daten aus der Erstschätzung wurden damit bestätigt. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaft noch stagniert. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal zweimal in Folge sinkt. Im Jahresvergleich zu den Werten aus 2011 sank das BIP im dritten Quartal um 0,6 Prozent. Auch hier wurde die Erstschätzung bestätigt. Befeuert von hoher Staatsverschuldung kämpft die Währungsgemeinschaft seit Monaten gegen die Eurokrise.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Euroraum blieben im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal stabil. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken um 0,7 Prozent. Die Ausfuhren stiegen um 0,9 Prozent, während die Einfuhren im Euroraum um 0,2 Prozent zunahmen.