Berlin (dpa) - In Deutschland fehlen nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds rund 250 000 Mietwohnungen. «Wir steuern geradewegs auf eine echte Wohnungsnot zu», sagte Verbandspräsident Franz-Georg Rips am Donnerstag in Berlin laut einer Mitteilung.

Die Folgen sind demnach Wohnkosten auf Rekordniveau, der Verlust preiswerten Wohnraums in den Zentren, was Normalverdiener wie sozial Schwache gleichermaßen treffe. Mietpreissprünge von bis zu 10 Prozent innerhalb eines Jahres seien keine Seltenheit.

Viele Haushalte müssten rund ein Drittel ihrer Konsumausgaben für Wohnung und Betriebskosten ausgeben, einkommensschwächere über 45 Prozent. Rips forderte, den Wohnungsneubau anzukurbeln und Mieterrechte zu stärken.