HandballKiel verliert erstmals seit 585 Tagen

Köln (SID) - Der THW Kiel hat den Nimbus der Unbesiegbarkeit in der Handball-Bundesliga nach 585 Tagen verloren. Der deutsche Meister unterlag am Sonntag sensationell der MT Melsungen mit 25:29 (16:14) und kassierte damit erstmals seit dem 4. Mai 2011 und dem 24:30 beim SC Magdeburg wieder eine Niederlage in der Liga. In der gesamten Saison 2011/12 hatte der THW keinen einzigen Punkt abgegeben. Die letzte Pleite in der heimischen Sparkassen-Arena hatten die Kieler am 6. April vergangenen Jahres beim 31:33 gegen die Rhein Neckar Löwen hinnehmen müssen.

Durch die Pleite bleiben die Löwen, die bereits am Freitag bei Aufsteiger und Tabellenschlusslicht Tusem Essen mit 30:20 gewonnen hatten, mit 28:2 Punkten Tabellenführer. Kiel hat 29:3 Zähler auf dem Konto.

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10.285 Zuschauer in der ausverkauften Halle trauten ihren Augen kaum. Schon in der ersten Halbzeit tat sich der Champions-League-Sieger schwer, doch erst nach der Pause nahm die Niederlage Formen an. Zwischen der 35. und der 44. Minute warfen die Gäste aus Hessen fünf Tore in Folge und gingen mit 21:18 in Führung. Mit vereinten Kräften brachte das Team von Trainer Michael Roth den Vorsprung erstaunlich souverän über die Zeit.

Beste Werfer der Melsunger waren Michael Allendorf (7) und Felix Danner (6). Für die Kieler reichten diesmal sechs Treffer von Filip Jicha nicht aus.

Das Überraschungsteam HSG Wetzlar legte derweil in der Verfolgergruppe nach. Beim TuS N-Lübbecke kamen die Hessen am 15. Spieltag zu einem mühsamen 30:29 (18:13)-Erfolg und zogen als Fünftplatzierte mit den am Mittwoch siegreichen Füchse Berlin nach Punkten gleich (22:8). Vierter ist die SG Flensburg-Handewitt, die 30:29 bei GWD Minden gewann.

Der VfL Gummersbach musste im Abstiegskampf einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Gegen den SC Magdeburg kassierten die Rheinländer eine 24:37 (10:20)-Schlappe und die siebte Pflichtspielniederlage in Folge. In der Tabelle rutschte Gummersbach auf Rang 15 ab, Magedeburg ist nach dem achten Saisonsieg weiter Neunter.

Frisch Auf Göppingen steckt weiterhin im Tabellenmittelfeld fest. Der EHF-Pokalsieger unterlag der TSV Hannover-Burgdorf 28:31 (13:17). Hannover kletterte dagegen auf Rang sechs.

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  • Quelle sid