FußballAmerell: Zwanziger denkt an gescheiterte Mediation

Köln (SID) - Nach dem Tod des früheren Schiedsrichter-Sprechers Manfred Amerell hat der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger nochmals an die Querelen zwischen Amerell und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Zuge der Affäre von 2010 erinnert. "Leider ist es zu seinen Lebzeiten nicht gelungen, das Verständnis von sachgerechter Amtsausübung in Abhängigkeitsverhältnissen zwischen DFB und ihm in Übereinstimmung zu bringen. Selbst Mediationsversuche scheiterten", sagte Zwanziger der Bild-Zeitung und fügte mit Blick auf Amerells frühere Tätigkeiten im Fußball hinzu: "Schade, denn es gab zweifelsfrei auch gute Zeiten in seiner aktiven Schiedsrichter- und Funktionärslaufbahn."

Die Nachricht vom Tod des 65-Jährigen machte Zwanziger eigenen Angaben zufolge "betroffen. Manfred Amerell war zwei Jahre jünger als ich."

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Zwanziger und Amerell hatten sich im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen den Ex-Schiedsrichter wegen der Beziehung zum ehemaligen Referee Michael Kempter mehrere juristische Auseinandersetzungen geliefert. Gegenstand der Verfahren waren Äußerungen Zwanzigers über Amerells Verhalten. Angeblich soll Amerell vor seinem unerwarteten Tod eine weitere Klage gegen Zwanziger vorbereitet haben.

Amerell war am Dienstag tot in seiner Münchner Wohnung aufgefunden worden. Die Polizei schließt Fremdverschulden und Suizid als Todesursache aus, endgültige Klarheit soll in gut zwei Wochen das Ergebnis eines toxikologischen Gutachtens ergeben. Nach Amerells Obduktion am vergangenen Mittwoch hatten mehrere Medien unter Berufung auf Gerichtsmediziner und die Münchner Polizei allerdings schon berichtet, dass Amerell einen Herzinfarkt erlitten habe.

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  • Quelle sid