Neu Delhi (dpa) - Nach gewalttätigen Protesten in der indischen Hauptstadt Neu Delhi hat Premierminister Manmohan Singh die Menschen zur Ruhe aufgerufen. Die Zahl der Verletzten bei den Auseinandersetzungen im Regierungsviertel stieg auf 143.

Auslöser der Demonstrationen war die Massenvergewaltigung einer jungen Frau in einem Bus vor rund einer Woche gewesen. «Es gibt aufrichtige und gerechtfertigte Wut und Angst wegen des grauenhaften Verbrechens», sagte Singh am Montag in einer Fernsehansprache. Zugleich forderte er, der berechtigte Ärger dürfe nicht in Gewalt umschlagen.

Nach der Vergewaltigung der 23-Jährigen durch eine Gruppe von Männern gingen viele Menschen tagelang für mehr Sicherheit auf die Straßen. Als eine Kundgebung am Sonntag in Gewalt umschlug, seien 65 Demonstranten und 78 Polizisten verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Statement des PMs