RadsportArmstrong bot USADA angeblich Spenden an

Köln (SID) - Der gefallene Radstar Lance Armstrong hat der US-Anti-Doping-Agentur USADA in der Vergangenheit angeblich Spenden über rund 250.000 Dollar angeboten. Das teilte USADA-Chefermittler Travis Tygart in einem Interview in der am Mittwoch ausgestrahlten Ausgabe der CBS-Sendung "60 Minutes Sports" mit. "Wir hatten keinen Zweifel, das Angebot abzulehnen", sagte Tygart, der Armstrongs Umfeld aus Ärzten, Trainern und Fahrern als "Mafia" bezeichnete. Die Annahme des Geldes hätte zu einem Interessenkonflikt geführt, sagte Tygart.

Armstrongs Anwalt Tim Herman bestreitet das Spendenangebot allerdings. "Die Geschichte ist nicht wahr. Lance hat heute das erste Mal davon gehört. Er hat niemals solch einen Vorschlag gemacht", sagte er der USA Today. Zuletzt hatte Herman bereits dementiert, dass sein Klient ein umfassendes Dopinggeständnis in Erwägung zieht, um seine lebenslange Sperre zu verkürzen.

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Der 41-jährige Armstrong war nach einem Enthüllungsbericht der USADA im Oktober vom Radsport-Weltverband UCI lebenslang gesperrt worden. Die US-Fahnder hatten ihm jahrelange systematische Dopingpraktiken nachgewiesen. Armstrong bekam deshalb auch seine sieben Siege bei der Tour de France aberkannt.

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  • Quelle sid