LuftverkehrViele «Dreamliner» bleiben vorerst am Boden

Neu Delhi/Washington (dpa) - Nach der Entscheidung der US-Luftfahrtbehörde FAA nimmt auch Air India seine sechs «Dreamliner»-Maschinen des amerikanischen Herstellers Boeing aus dem Flugplan.

Air India-Chef Rohit Nandan sagte der Zeitung «Times Of India»: Im Einklang mit der FAA-Anweisung habe Air India entschieden, die Maschinen vorerst für Überprüfungen aus dem Verkehr ziehen. Die FAA hatte die Anordnung am späten Mittwoch in Washington erlassen. Als Grund nannte sie das Risiko eines Feuers durch die eingebauten Batterien.

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Vorausgegangen war eine Notlandung eines «Dreamliners» in Japan, nachdem eine Batterie geschmort hatte. Die beiden japanischen Fluglinien All Nippon Airways und Japan Airlines hatten daraufhin für Mittwoch und Donnerstag alle Flüge mit dem Langstreckenjet gestrichen. In der Vorwoche hatte in Boston eine Batterie eines am Boden stehenden «Dreamliners» gebrannt.

Bislang hat Boeing 50 «Dreamliner» ausgeliefert, die Hälfte davon ging nach Japan. In den USA fliegt bislang nur United Airlines das Modell und ist entsprechend von der FAA-Anordnung betroffen. Die sechs Maschinen dürften erst dann wieder abheben, wenn die Fluggesellschaft gegenüber der Luftfahrtbehörde nachgewiesen habe, dass die Batterien sicher seien, erklärte die FAA.

In Deutschland betreibt bislang keine einzige Fluggesellschaft den «Dreamliner». Air Berlin hat aber 15 Stück bestellt. Tui Travel will 13 Maschinen abnehmen. Die Boeing-Aktie fiel nachbörslich um weitere 2 Prozent.

FAA-Mitteilung

Times of India

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  • Quelle dpa