Berlin (dpa) - Angeblich soll Samuel Beckett die schlechteste Handschrift aller Autoren des 20. Jahrhunderts besessen haben. Er selbst wusste das nur zu gut. So schrieb er an einen Bekannten: «Nehme nicht an, dass Du das lesen kannst. Aber ich mag die Maschine nicht sehen.» So muss es für Transkribenten mühevoll gewesen sein, aus den 15 000 größtenteils handschriftlich verfassten Briefen Becketts eine Auswahl zu treffen. Nach jahrzehntelangen Vorarbeiten, die noch zu Lebzeiten des Schriftstellers begannen, ist nun der erste Band der auf vier Bücher angelegten Beckett-Korrespondenz erschienen.