Paris (dpa) - Der längere Verletzungsausfall von Nationalstürmer Miroslav Klose hat vor allem bei seinem Arbeitgeber Lazio Rom einen Schock ausgelöst. «Das hätte es nun wirklich nicht gebraucht», erklärte Clubpräsident Claudio Lotito.

DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hatte beim 34-jährigen Klose einen Bänderriss im rechten Knie diagnostiziert. Der 126-malige Nationalspieler fällt nicht nur für das Testländerspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Paris gegen Frankreich aus. Klose wird auch die nächsten WM-Qualifikationspartien des DFB-Teams am 22. und 26. März gegen Kasachstan verpassen.

Für Lazio Rom, Dritter der Serie A, sei die drohende längere Pause von sieben Wochen «ein Tiefschlag», schrieb die «La Gazzetta dello Sport». «Er könnte theoretisch zum Derby am 7. April wieder fit sein. Aber das ist nicht mehr als ein Hoffnungsschimmer.» Auch Lazio-Präsident Lotito bedauert Kloses Verletzung, «aber Lazio hat bewiesen, dass es selbst ohne ihn konkurrenzfähig ist».

Statt Klose wird gegen Frankreich im deutschen Team Bayern-Profi Mario Gomez stürmen. Für die Fortsetzung der WM-Qualifikation könnten sich für den Leverkusener Stefan Kießling eine neue Chance eröffnen, doch noch zu einem Nationalmannschafts-Comeback zu kommen.