London (dpa) Die britische Justiz ist in die Kritik geraten, nachdem sich ein Missbrauchsopfer in einem Gerichtsverfahren nach einem intensiven Kreuzverhör das Leben genommen hat. Die 48-jährige Geigerin wurde wenige Tage nach ihrer Zeugenaussage tot aufgefunden. Ihre Familie wirft der Justiz eine Mitschuld an ihrem Tod vor. Der Ex-Mann des Opfers sagte der Zeitung «Mail on Sunday», sie habe das Gefühl gehabt, selbst unter Anklage zu stehen. Die Verteidigung hatte die Zeugin beim Kreuzverhör als Lügnerin bezeichnet.