Kairo (dpa) - Nach Kritik der christlichen Minderheit hat Ägyptens islamistischer Präsident Mohammed Mursi die Termine für die Parlamentswahl geändert.

Die in vier Phasen geplante Abstimmung soll nach einem neuen Dekret Mursis nun am 22./23. April beginnen, wie das ägyptische Staatsfernsehen berichtete. Zunächst war der Auftakt am 27./28. April vorgesehen und wäre damit in die Zeit der Osterfeierlichkeiten der koptischen Christen gefallen. Der Präsident habe damit schnell auf das Begehren der «christlichen Brüder» reagiert, erklärte sein Büro in Kairo.

Auch die Termine für die anderen drei Wahlphasen veränderte er. Abgeschlossen soll die Abstimmung nunmehr am 24. Juni sein und damit drei Tage früher als zunächst geplant. Am 2. Juli soll das neue Parlament zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen.

Die Opposition fordert, die Wahl zunächst ganz auszusetzen und wegen der Krise in dem Land lieber eine Übergangsregierung aus allen politischen Kräften zu bilden. Das lehnt die Muslimbruderschaft, aus deren Reihen Mursi stammt, ab.