WintersportKombinierer Frenzel stürmt zu WM-Gold

Predazzo (Italien) (SID) - Kombinierer Eric Frenzel hat für die erste Goldmedaille des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei der nordischen WM in Val di Fiemme gesorgt. Der 24-Jährige gewann den Wettbewerb von der Großschanze vor Bernhard Gruber (Österreich) und Jason Lamy-Chappuis (Frankreich) und holte den zweiten WM-Titel seiner Karriere. "Es war einfach nur herrlich. Ich bin überwältigt", sagte Frenzel, der schon 2011 in Oslo von der Normalschanze triumphiert hatte. Der 24-Jährige ist nach Ronny Ackermann erst der zweite Deutsche mit zwei Einzel-Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften.

"Es war ein hartes Stück Arbeit. Aber heute sind wir für alles belohnt worden. Es war einfach nur herrlich", sagte Frenzel, der im Einzel unglücklicher Vierter geworden war. "Weltmeister wird man nicht so oft. Ich bin überwältigt", sagte auch Bundestrainer Hermann Weinbuch: "Ich habe Tränen in den Augen."

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Frenzel war dank eines Schanzenrekords mit einem Vorsprung von 14 Sekunden auf den ärgsten Verfolger Gruber in die Loipe gegangen. Dort hielt der Oberwiesenthaler die Konkurrenz mit einem einsamen Lauf souverän in Schach, nach fünf von zehn Kilometern lag er bereits 50 Sekunden vor einer Verfolgergruppe. "Ich glaube, die haben aufgegeben. Die lassen den Eric ziehen", sagte Weinbuch kurz vor dem Ziel.

Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) landete sechs Tage nach WM-Bronze von der Normalschanze auf dem 14. Platz. Johannes Rydzek (Oberstdorf) wurde starker Zehnter. Tino Edelmann (Zella-Mehlis) verzichtete nach einem Sturz im Springen auf einen Start im Langlauf.

Den Grundstein hatte Frenzel am Morgen mit einem phänomenalen Flug gelegt. Als letzter Springer flog der Gesamtweltcup-Führende auf 138,5 Meter und übertraf die zehn Jahre alte Bestmarke von Polens Skisprung-Legende Adam Malysz (136 m) deutlich. "Auf diesen Sprung habe ich lange gewartet. Die Ausgansposition ist sehr gut", meinte Frenzel schon vor dem Gang in die Loipe. Pech hatte dagegen Tino Edelmann: Der WM-Zweite von 2011 segelte bei Aufwind auf 132,5 Meter, stürzte jedoch nach der Landung. Edelmann blieb unverletzt.

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  • Quelle sid