Berlin (SID) - Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat dementiert, wegen Differenzen mit Trainer José Mourinho beim spanischen Rekordmeister Real Madrid vor dem Abschied zu stehen. "Ich kann nur sagen: Ich komme mit José Mourinho sehr gut klar. Er unterstützt mich, wo er nur kann, und ist für mich einer der besten Trainer, wenn nicht der beste Trainer der Welt", sagte Özil im Interview mit der Welt am Sonntag:

Spekulationen spanischer Medien, denen zufolge er den Verein im Sommer verlassen werde, sollte Mourinho Trainer bleiben, wies der 24-Jährige als "kompletten Unsinn" zurück: "So etwas habe ich nie gesagt, das ist völlig daneben."

Wer sehe, wie erfolgreich Real spiele, könne doch nicht bezweifeln, dass "es im Team stimmt", sagte Özil: "Wenn wir keine Einheit wären, könnten wir in Barcelona nicht gewinnen. Nein, hier gehen alle respektvoll miteinander um. Wir sind wie eine kleine Familie." Real hatte am Samstag den zweiten Clasico gegen Barca innerhalb von fünf Tagen gewonnen: Dem 3:1 im Pokal in Barcelona folgte ein 2:1 in der Liga in Madrid.

Özil habe trotz des großen Rückstandes in der Liga auf den FC Barcelona noch viel vor mit Real in dieser Saison. "Unser Ziel ist es, die Champions League und den Copa del Rey zu gewinnen", sagte er. Für das Rückspiel des Champions-League-Achtelfinale am Dienstag bei Manchester United (Hinspiel: 1:1) prognostiziert Özil ein spannendes Spiel: "Wir haben Respekt vor Manchester, aber unser Ziel ist es, unser Spiel zu machen. Und dann können wir jede Mannschaft schlagen. Wer in Barcelona gewinnt, kann auch in Manchester gewinnen." Sollte sein Team die nächste Runde erreichen, träumt Özil von einem Endspiel gegen Bayern München: "Das wäre ein cooles Finale."

Özil hob hervor, dass er, sollte Real am 18. Mai das Pokalfinale gegen den Stadtrivalen Atletico gewinnen, den vierten Titel in drei Jahren beim spanischen Rekordmeister geholt haben würde. "Und ich habe mich auch menschlich weiterentwickelt, fühle mich total wohl in Madrid. Ab und zu kommen Kollegen und sagen: 'Mesut, du würdest auch gut in die spanische Nationalmannschaft passen.' Aber dann sage ich: 'Warum? Ich bin in Gelsenkirchen geboren, in Deutschland aufgewachsen und mittlerweile spielen wir in Deutschland genauso guten Tiki-Taka-Fußball wie ihr.'"