Bangkok (dpa) - Mit einem Appell zum besseren Schutz von gefährdeten Tieren- und Pflanzenarten hat in Bangkok die große Cites-Artenschutzkonferenz begonnen. Deutschland setzt sich vor allem für den besseren Schutz von Hai- und Manta-Arten ein.

«Dieses Treffen könnte endlich die längst überfällige Wende bringen», sagte die deutsche Delegationsleiterin Elsa Nickel zum Auftakt. Der Handel soll reglementiert, nicht völlig verboten werden, betonte sie.

An der Konferenz nehmen die Vertreter der 178 Unterzeichnerstaaten des Washingtoner Artenabkommens (Cites) teil. Sie wollen prüfen, welche vom Aussterben bedrohten Arten besser geschützt werden sollen.

Es liegen 70 Anträge auf dem Tisch, darunter zwölf, die den bereits eingeschränkten Handel mit bestimmten Arten völlig verbieten wollen. Die USA machen sich etwa für ein striktes Verbot des Handels mit Eisbärfellen stark. In zehn Anträgen setzen sich Länder dafür ein, bei Arten, deren Bestände sich deutlich erholt haben, das strikte Handelsverbot zu lockern, etwa bei dem australischen Rattenkänguru.

Das Abkommen wurde vor genau 40 Jahren unterzeichnet. Der mit dem Wohlstand in Asien wachsende Appetit auf exotische Zutaten beflügelt allerdings seit einigen Jahren die Wilderei und den Schmuggel und gefährdet das Überleben einiger vom Aussterben bedrohten Arten.

Agenda der Tagung