Melbourne (dpa) - Bis vor drei Wochen musste Adrian Sutil noch um sein Formel-1-Comeback bangen, im ersten Rennen führte er plötzlich das Feld an. Der Force-India-Pilot versüßte seine Last-Minute-Rückkehr am Sonntag mit seinen ersten Führungskilometern in der Königsklasse.

«Sehr stolz» sei er, gab der Gräfelfinger am Sonntag nach dem Großen Preis von Australien zu Protokoll. «Ein großartiges Gefühl.» All die großen Namen von Alonso bis Vettel mussten sich rundenlang hinter Sutil einreihen, weil der 30-Jährige und sein Team eine geschickte Strategie gewählt hatten. «Das ging alles sehr, sehr gut», meinte Sutil. Nur am Ende ließen ihn die sensiblen Reifen etwas im Stich, Rang sieben stand daher in der Endabrechnung.

Nach einem Jahr Zwangspause genoss Sutil die Wiederaufnahme in den elitären Kreis der Grand-Prix-Piloten sichtlich. Wie einst vor seiner Ausmusterung sprach der Routinier forsch vom Weltmeister-Titel, den er lieber früher als später gewinnen wolle. Bei den Zuhörern erntete er dafür eher ungläubiges Staunen. Schließlich wartet Sutil seit seinem ersten Formel-1-Rennen 2007 auf einen Podiumsplatz. Doch Australien gab ihm zumindest ein bisschen recht. «Die perfekte Art, die Saison zu starten», befand Sutil.

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