Rom (SID) - Der italienische Skandal-Radprofi Riccardo Riccó strebt in dem gegen ihn laufenden Dopingverfahren vor Italiens Ziviljustiz einen gerichtlichen Vergleich an. Der Prozess gegen den 29 Jahre alten Bergspezialisten beginnt in einer Woche vor einem Gericht in Pavullo nahe der norditalienischen Stadt Modena.

Riccó wird Verletzung der Anti-Doping-Gesetze vorgeworfen. Sollten die Richter Riccós Forderung annehmen, könnte der überführte Doper zu einer Bewährungsstrafe von maximal zwei Monaten und 20 Tagen verurteilt werden, berichtete die "Gazzetta dello Sport" am Sonntag.

Im Februar 2011 war Riccó in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Im Gespräch mit einem Arzt gab er eine missglückte Eigenbluttransfusion zu. Dies stritt er später aber wieder ab.

Im April 2012 hatte Italiens Olympia-Komitee CONI gegen Wiederholungstäter Ricco, der bereits zwischen 2008 und 2010 eine Dopingsperre abgesessen hatte, eine Sperre von zwölf Jahren ausgesprochen.