Frankfurt/Main (dpa) – Der Tarifvertrag zur Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel kann in Kraft treten.

Der
IG-Metall-Bundesvorstand stimmte dem von der Tarifkommission ausgehandelten Vertrag zu, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Er gilt für die Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern, Dudenhofen und Eisenach, nicht aber für Bochum. Dort hatten die IG-Metall-Mitglieder das Papier aus Sorge um eine Abwicklung des Werks abgelehnt.

Gewerkschafts-Chef Berthold Huber sagte am Mittwoch: «Die wirtschaftliche Lage bei Opel ist äußerst schwierig. Das macht Verhandlungen natürlich nicht einfacher.»

Der Tarifvertrag sei ein Gesamtpaket und die bestmögliche Lösung unter den gegebenen Bedingungen: «Er sichert Automobil- und Industriearbeitsplätze und legt fest, dass in die deutschen Standorte investiert wird.» Opel bleibe im Flächentarifvertrag, betriebsbedingte Kündigungen seien bis Ende 2016 ausgeschlossen.

Weil Bochum die Vereinbarung abgelehnt hat, sind dort betriebsbedingte Kündigungen ab Anfang 2015 möglich. Opel will die Produktion dort Ende 2014 auslaufen lassen.

Mitteilung IG Metall