Düsseldorf (dpa) - Das Dschungel-Camp bekommt doch keinen Grimme-Preis. Dafür aber der viel gelobte Mehrteiler «Der Turm» über das DDR-Bürgertum in Dresden. Matti Geschonneck wird gleich zweimal geehrt. Auch «Switch Reloaded» (ProSieben) kommt zum Zug.

Das in der ARD gesendete DDR-Endzeit-Epos «Der Turm» bekommt einen Grimme-Preis. Ein «schönes, großes Ensemble» mit Darstellern wie Jan Josef Liefers und Claudia Michelsen werde damit in der Kategorie Fiktion ausgezeichnet, sagte Uwe Kammann, der Direktor des Grimme-Instituts, am Mittwoch bei der Vorstellung der Gewinner in Düsseldorf.

Insgesamt werden zwölf Produktionen prämiert, die meisten Filme entstanden in öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das RTL-Dschungel-Camp «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» ging leer aus. Die Nominierung hatte im Vorfeld der Vergabe kontroverse Diskussionen ausgelöst.

Erneut wird die NDR-Serie «Der Tatortreiniger» ausgezeichnet, diesmal für die Folge «Schottys Kampf» aus dem Neonazi-Milieu. Auch die Macher von «Switch Reloaded - 'Wetten, dass...?' Spezial» (ProSieben) bekommen einen Preis. Regisseur Matti Geschonneck wird gleich zweimal ausgezeichnet: Zum einen für das Justizdrama «Das Ende einer Nacht» (ZDF) und mit einer «besonderen Ehrung» für seine herausragenden Verdienste um das deutsche Fernsehen. Preisgekrönt wird auch Thomas Riedelsheimer für seinen Film «Seelenvögel» (WDR) über drei an Leukämie erkrankte Kinder.

Alle Preise werden am 12. April im Stadttheater von Marl verliehen. Mit dem Grimme-Preis würdigt der Deutsche Volkshochschulverband herausragende Fernsehproduktionen.