Berlin (dpa) - Die Grizzly Adams Wolfsburg haben die Eishockey-Sensation geschafft. Sie landeten im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga mit 4:3 (1:2, 2:0, 1:1) den vierten Sieg gegen die Adler Mannheim.

Damit setzten sie sich in der «Best of Seven»-Serie mit 4:2 gegen den Topfavoriten durch. Damit hat erstmals in der DEL-Geschichte der Zehnte der Vorrunde den Ersten ausgeschaltet.

Wolfsburg trifft nun im Halbfinale auf die Kölner Haie.
Souverän entledigten sich am sechsten Spieltag des Viertelfinals die Krefeld Pinguine und Titelverteidiger die Eisbären Berlin ihrer Aufgaben. Beide Teams treffen nun im Halbfinale aufeinander.

Wolfsburg ging gegen die Adler durch Gregory Moore zwar schnell in Führung (4.), musste aber noch im ersten Drittel durch Christoph Ullmann und Yannick Lehoux Gegentreffer hinnehmen. In einer spannenden und gutklassigen Begegnung vor 4119 Zuschauern drehten Aleksander Polaczek und Vincenz Mayer im zweiten Abschnitt wieder die Partie und schossen die Gastgeber mit 3:2 in Front. Trotz des erneuten Ausgleichs durch Frank Mauer (46.) ließen sich die Außenseiter vom Top-Favoriten nicht beeindrucken und schafften durch Aaron Broncklehurst in der 49. Minute den vielumjubelten Siegestreffer.

«Wir sind auf einen ungewöhnlich starken Gegner getroffen und alle sehr enttäuscht», meinte der sichtlich niedergeschlagene Mannheimer Christoph Ullmann. Hingegen strahlte Vincenz Mayer über das ganze Gesicht. «Es ist toll, dass es überhaupt möglich ist, dass der Zehnte den Ersten schlägt. Wir waren heute super eingestellt vom Coach und sind jetzt alle überglücklich», sagte der Wolfsburger Torschütze.

Krefeld dominierte beim ERC Ingolstadt vor allem das zweite Drittel und verdiente sich gegen konsternierte Gastgeber den Einzug in die Runde der besten Vier mit einem souveränen 7:2 (1:1, 5:1, 1:0)-Erfolg. Sie entschieden damit die Serie ebenso mit 4:2 Siegen für sich wie die Berliner.

Die Eisbären zogen zum elften Mal in ihrer Vereinsgeschichte ins DEL-Halbfinale ein. Der Meister schockte die Hamburg Freezers durch Tore von Barry Tallackson (23.), Jens Baxmann (24.) und Tyson Mulock (40.) im zweiten Drittel. Vor 8580 Zuschauern war dies jedoch noch keine Vorentscheidung, denn Hamburg bäumte sich noch einmal auf und schaffte durch den fünften Playoff-Treffer von Thomas Dolak (43.) und Brandon Reid (56.) noch den Anschluss und drückte bis zur Schlusssirene auf den Ausgleich.