Hamburg (SID) - Thomas Bach fordert mit Blick auf die Sommerspiele 2016 in Rio höhere finanzielle Zuwendungen für den Sport. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nimmt dabei neben der Wirtschaft auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich namentlich in die Pflicht. "Ansonsten sind dort unsere sportlichen Ziele nicht erreichbar. Es gibt mehr Wettbewerbe und auch mehr Konkurrenz", sagte der 59-Jährige in Hamburg nach einer DOSB-Präsidiumsbesitzung.

Der Fecht-Olympiasieger, der in der vergangenen Woche als erster Bewerber seine Kandidatur als IOC-Präsident bekanntgegeben hatte, strebt daher zügig Gespräche mit dem Bundesinnenministerium an: "Dabei wird es auch um die Bezahlung der Trainer gehen, die nicht ausreichend ist. Auch da gibt es erheblichen Nachholbedarf."

Im Zuge seiner Bewerbung um die Nachfolge des amtierenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge hat sich Bach nach eigenem Bekunden über die fast durchweg positiven Reaktionen besonders der aktiven Sportler gefreut: "Diese Zuwendung habe ich als angenehm empfunden, zumal ich auch aus meinen Zeiten als Leistungssportler weiß, dass man sich in diesen Kreisen eigentlich eher nicht für Präsidentenwahlen interessiert."

Im Zeitplan auf dem Weg zu einer erneuten Olympia-Bewerbung Münchens für das Jahr 2022 steht ein weiterer Termin fest: Am 10. November werden die Bürgerentscheide in den betroffenen Städten und Gemeinden abgehalten. Sollten die Voten eine Zustimmung der Wähler ergeben, soll die Bewerbung schon vier Tage später auf den Weg gebracht werden.