Nürnberg (dpa) - Die schwache Konjunktur hinterlässt zunehmend ihre Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

So hat sich nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom Dienstag der rückläufige Trend beim Stellenangebot im Mai fortgesetzt.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei im zu Ende gehenden Monat auf den niedrigsten Stand seit Herbst 2010 gesunken, berichtete die BA.

Der von der Bundesbehörde ermittelte Wert sank im Mai auf 144 Punkte; das sind drei Zähler weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Index um 27 Punkte im Minus. Die Arbeitslosenzahlen für Mai veröffentlicht die Bundesagentur erst an diesem Mittwoch.

"Diese schwindende Dynamik dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass sich die Unternehmen angesichts fortdauernder internationaler Konjunkturrisiken bei zusätzlichen Neueinstellungen zurückhaltender zeigen als beispielsweise noch 2010 oder 2011", kommentierte die Bundesagentur die jüngste Entwicklung.

Trotzdem gebe es noch immer viele freie Stellen. Neben dem Groß- und Einzelhandel suchten Bauinstallationsbetriebe und die Gastronomie Kräfte. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen seien Stellen unbesetzt. Tendenziell sie die Nachfrage nach Arbeitskräften aber in vielen Branchen rückläufig, räumt die Bundesagentur ein.