Frankfurt/Main (SID) - Die Bundesliga-Stiftung und die Deutsche Sporthilfe (DSH) bauen ihre seit fünf Jahren bestehende Partnerschaft weiter aus: Ab Juli übernimmt der Profifußball die finanzielle Unterstützung der 150 Sportler, die in die Nachwuchselite-Förderung der DSH aufgenommen worden sind. Jährlich engagiert sich die Bundesliga-Stiftung mit 600.000 Euro.

Dieses spezielle Projekt, das DSH-Vorstandschef Michael Ilgner ein "Leuchtturmprojekt" nannte, läuft zunächst bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Christian Seifert, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), sagte aber am Rande der Präsentation am Dienstag in Frankfurt am Main bereits: "Solange ich bei der DFL bin, wird die Kooperation mit der Sporthilfe weitergehen."

Das Fördersystem setzt auf eine duale Karriereplanung - unter Berücksichtigung der schulischen und beruflichen Ausbildung. "Zu dem Programm gehören unsere erfolgreichsten Nachwuchssportler. Diejenigen, die aufgrund ihrer bisherigen Erfolge die größte Perspektive aufweisen, erfolgreich an Olympischen Spielen teilzunehmen", erklärte Ilgner.

Die DFL wird sich bei der DSH darüber hinaus auch weiterhin in punkto mediale Leistungen (Werbespots etc.) engagieren. "Die Bekanntheit der Sporthilfe soll weiter gesteigert werden. Der Fußball hat innerhalb der deutschen Sportfamilie eine besondere Stellung und steht gerade deshalb in der Verantwortung, andere Sportarten und Sportler zu unterstützen", sagte Seifert, der auch als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats der Bundesliga-Stiftung fungiert. Diese hatte unter anderem dazu beigetragen, dass die Prämien für die Athleten bei den Paralympics erhöht worden waren.

Unter dem Leitmotiv "Sportler für Sportler" war 2009 ein Aktionstag in den Stadien der Bundesliga und 2. Liga umgesetzt worden. Ein Jahr später hatten die Profis der beiden Ligen die Sporthilfe-Kampagne "Dein Name für Deutschland" unterstützt. Während der Olympischen Spiele in London 2012 war die vorzeitige Verlängerung der Partnerschaft zwischen der Bundesliga-Stiftung und der DSH bis 2016 bekannt gegeben worden.