Chicago (SID) - Die Chicago Blackhawks stehen nach einem Eishockey-Krimi in den Play-offs der Profiliga NHL im Finale der Western Conference. Das beste Team der regulären Saison gewann das entscheidende siebte Spiel gegen die Detroit Red Wings mit 2:1 nach Verlängerung. Umjubelter Matchwinner war Verteidiger Brent Seabrook, der nach 3:35 Minuten in der Overtime den Siegtreffer erzielte.

Chicago, das in der Serie gegen Detroit zwischenzeitlich 1:3 zurückgelegen hatte, trifft in der Vorschlussrunde nun ab Samstag auf Titelverteidiger Los Angeles Kings. Mit dem Champion von 2010, Titelverteidiger L.A., den Boston Bruins (2011) und den Pittsburgh Penguins (2009) stehen damit erst zum zweiten Mal nach 1945 die Stanley-Cup-Sieger der vergangenen vier Jahre in den Conference-Finals.

Die Blackhawks waren im zweiten Drittel durch einen Treffer von Patrick Sharp in Führung gegangen, den der Schwede Henrik Zetterberg direkt zu Beginn des dritten Durchgangs ausglich. 1:49 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit bejubelten die Fans im United-Center bereits das vermeintliche 2:1, doch Schiedsrichter Stephen Walkom erkannte das Tor durch Niklas Hjamarlsson nicht an, da er eine vorangegangene Auseinandersetzung abseits des Geschehens zwischen Detroits Kyle Quincey und Chicagos Brandon Saad ahndete. Beide Spieler erhielten Zeitstrafen und die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

"Ich habe nur versucht, mehr Druck zu machen. Der Coach hat uns Verteidigern gesagt, dass wir uns mehr nach vorne einschalten sollen. Und als ich dann merkte, dass ich viel Platz habe, habe ich einfach geschossen", sagte Seabrook über seinen entscheidenen Treffer, der von Detroits Niklas Kronwall leicht abgefälscht worden war.