Berlin (dpa) - FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger hat die umstrittenen Demokratie-Reformen beim Fußball-Weltverband verteidigt.

Künftig werde es Entscheidungen wie die WM-Vergabe 2022 an Katar nicht mehr geben, sagte der ehemalige DFB-Präsident der "Bild am Sonntag". "Wir haben Reformen verabschiedet, die vieles klarer und präziser machen. Das Unter-den-Teppich-Kehren hört auf", betonte Zwanziger.

Die FIFA hatte bei ihrem Kongress am Freitag auf Mauritius einige Statutenänderungen beschlossen. Die WM-Gastgeber werden künftig vom Kongress und nicht mehr von der Exekutive bestimmt. Die Integrität der FIFA-Funktionäre soll durch eine Prüfung gesichert werden. Diese Entscheidung war von Anti-Korruptionsexperten allerdings als unzureichend kritisiert worden, da der Check FIFA-intern erfolgt.

Kritiker werfen der FIFA zudem vor, dass viele Regeln des Good Governance (Gute Regierungsführung) nicht erfüllt werden. So bleiben die Vergütungen für Spitzenkräfte wie Präsident Joseph Blatter geheim. Zudem konnte sich die FIFA nicht auf eine Amtszeitbegrenzung für ihre Funktionäre einigen. "Sepp Blatter hat mich beauftragt nun eine mehrheitsfähige Lösung zu finden. Das wird auch gelingen", sagte Zwanziger.