Athen (dpa) - Die griechische Regierung braucht mehr Zeit, um die versprochenen Entlassungen im staatlichen Bereich umzusetzen.

Regierungschef Antonis Samaras befürchtet, dass es mitten in der für das Land wichtigen Tourismussaison erneut zu Protesten kommen könnte und will die "Troika" der internationalen Geldgeber deshalb um Aufschub bitten. Es geht um rund 2000 Staatsbedienstete, die ursprünglich in diesem Juni gehen sollten.

Wie die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, soll das Thema angesprochen werden, wenn die Chefs der Geldgeber-Kontrolleure am 10. Juni nach Athen kommen.

Die Entlassungen sollten "am liebsten nach der Sommerzeit in Gange gesetzt werden", sagte ein hoher Beamter des Finanzministeriums, der an den Verhandlungen mit der "Troika" teilnimmt. Griechenland rechnet dieses Jahr mit einem neuen Rekord, rund 17 Millionen Touristen werden in dem Land erwartet.

Zurzeit werden Griechenlands Bücher von der "Troika" aus Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) geprüft. Es geht um die Freigabe einer weiteren Tranche in Höhe von 3,3 Milliarden Euro für das pleitebedrohte Euro-Land.