Duisburg (SID) - Der vom Zwangsabstieg bedrohte Zweitligist MSV Duisburg hat zu Spekulationen im Zusammenhang mit der Urteilsbegründung der Deutschen Fußball Liga (DFL) über die nicht erteilte Lizenz Stellung bezogen. "Einzelne Maßnahmen zur Erfüllung der Bedingungen der Deutschen Fußball Liga im Lizenzierungsverfahren für die Spielzeit 2013/14 enthalten teils Empfehlungen für zukünftiges Handeln beim MSV. Insofern können wir der subjektiven Beurteilung des Lizenzierungsausschusses zu einzelnen Maßnahmen nicht folgen", hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag.

Als "falsch" bezeichnete der MSV die Darstellung, dass der Lizenzierungsausschuss ein Darlehen des ehemaligen Präsidenten Walter Hellmich in Höhe von 600.000 Euro nicht akzeptiert habe. "Alle Mutmaßungen und Spekulationen erschweren die Arbeit der Gremien des MSV und auch von uns Anwälten und belasten damit unsere Chancen vor dem Schiedsgericht", sagte MSV-Anwalt Horst Kletke.

Die Duisburger hatten am Mittwoch die schriftliche Urteilsbegründung der DFL über die Gründe für die nicht erfolgte Lizenzerteilung erhalten. Der Traditionsverein bereitet derzeit die innerhalb einer Frist von sieben Tagen einzureichende schriftliche Klage vor dem Schiedsgericht vor.

Nach SID-Informationen hatte sich der Klub bei der Einreichung der Unterlagen für die Erteilung der Lizenz verrechnet. Offenbar handelt es sich um eine Summe von rund 300.000 Euro.