Rom (AFP) Italiens Mitte-Links-Regierung hat am Donnerstag die seit langem geforderte Reform der politischen Institutionen des Landes eingeleitet. Zwar verabschiedete das Kabinett zunächst nur einen Zeitplan für einzelne Reformschritte bis zum Abschluss im Oktober 2014, ohne deren genauen Inhalt zu klären. Zu erwarten ist jedoch, dass die exakt austarierte Machtbalance des blockadeanfälligen Zwei-Kammern-Systems zugunsten einer Seite verlagert, die Zahl der 915 Mandatsträger in Senat und Abgeordnetenhaus verringert und die seit 1946 gültige Verfassung modernisiert werden.