Lausanne (SID) - Das Rennen um Olympia 2022 ist seit Donnerstag eröffnet: München steht in den Startlöchern, doch mit Oslo hat ein aussichtsreicher Rivale seine Bewerbung angekündigt. Der Stadtrat gab am Mittwoch grünes Licht, so dass Norwegen 28 Jahre nach den glanzvollen Spielen von Lillehammer 1994 wieder Gastgeber der Wintersport-Welt werden könnte. 70 Jahre zuvor hatte Oslo erstmals Winterspiele ausgerichtet (1952).

Bis 19. Juni will die norwegischen Regierung über eine Staatsgarantie entscheiden, es folgt eine Volksbefragung am 9. September. Bisher gibt es angesichts der positiven Stimmung in der Bevölkerung keine Anzeichen dafür, dass diese ähnlich wie die geplante Olympiabewerbung von St. Moritz/Schweiz am Bürgervotum scheitern könnte.

Neben München, das für den 10. November ebenso wie seine vier Partner-Städte bzw. Landkreise ein Bürgervotum anberaumt hat, wollen die Ukraine mit dem Zentrum Lwiw, die Slowakei gemeinsam mit Polen sowie Barcelona Bewerbungen abgeben. Die USA haben verzichtet, ähnlich wird es von Asien erwartet, nachdem Pyeongchang/Südkorea den Zuschlag für 2018 erhalten hatte.

Das IOC gab am Donnerstag bekannt, Bewerbungsschluss sei der 14. November 2013. Ein umfassendes Dossier muss dem IOC bis 14. März 2014 vorliegen. Im Juli 2014 werden aus Sicht des IOC qualifizierte Bewerber zu Kandidaten ernannt. Vergeben werden die Spiele am 31. Juli 2015 bei der IOC-Session in Kuala Lumpur.

Ebenso begann am Donnerstag die Bewerbungsphase für das 3. Winter-Olympia der Jugend 2020. Den Auftakt hatte 2012 Innsbruck gemacht, es folgt 2016 die Fortsetzung in Lillehammer/Norwegen.