Stuttgart (dpa) - Bei der Verteilung der Fluthilfe-Lasten hat Baden-Württembergs Finanzminister Nils Schmid (SPD) dem Bundesfinanzministerium unsolidarisches Verhalten vorgeworfen.

In den Verhandlungen in Potsdam habe sich Finanzstaatssekretär Werner Gatzer Gesprächen über eine Finanzierung der Hilfe über den Fonds Deutsche Einheit rundweg verweigert, monierte Schmid am Dienstag nach dem Treffen. "Das wird Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht durchhalten können", sagte Schmid der Nachrichtenagentur dpa.

Die Länder wollen nach Schmids Worten die auf sie entfallenden Zahlungen von vier Milliarden Euro über den Fonds Deutsche Einheit begleichen. Dafür müsste der Bund aber auf Vorteile verzichten, die ihm die Niedrigzinsphase beschert. "Er will das aber für sich behalten." Baden-Württemberg zahlt aktuell 170 Millionen Euro in den Fonds Deutsche Einheit ein.