Berlin (dpa) - Der künftige DFB-Sportdirektor sollte aus Sicht von Liga-Geschäftsführer Christian Seifert auch für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zuständig sein.

Der am Mittwoch erscheinenden "Sport Bild" sagte Seifert: "Viele Klubs in der Bundesliga haben gute Erfahrungen damit gemacht, wenn der Sportdirektor tatsächlich verantwortlich ist für den gesamten sportlichen Bereich. Das hieße beim DFB: einschließlich der A-Nationalmannschaft." Die Aussage ist allerdings nicht neu, Seifert hatte sich nach Darstellung der Zeitschrift bereits vor zwei Wochen so geäußert.

Zwischen der Deutschen Fußball Liga und dem Deutschen Fußball-Bund gibt es vor der DFB-Präsidiumssitzung am Freitag Streit. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte eine neue Führungsstruktur beim Verband sowie ein Mitspracherecht bei der Besetzung und vor allem inhaltlichen Ausrichtung des Sportdirektoren-Postens gefordert. Damit zog Rettig ungewohnt scharfe Kritik von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach auf sich. Niersbach erklärte, er habe deswegen bereits mit Ligapräsident Reinhard Rauball gesprochen und wolle die Angelegenheit auch zum Thema bei der anstehenden DFB-Präsidiumssitzung machen.