Hamburg (SID) - Bernhard Bauer, designierter Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB), hat eine Entscheidung über die Zukunft von Bundestrainer Martin Heuberger für Herbst angekündigt. "Eine Job-Garantie hat keiner. Manchmal ist es aber gut, eine Sache erst einmal sacken zu lassen. Hüftschüsse sind meistens nicht treffsicher, zukunftsweisende Entscheidungen brauchen Zeit", sagte Bauer im SID-Interview.

Der 62-Jährige wolle nach seiner Wahl beim DHB-Bundestag am 21./22. September in Düsseldorf mit dem designierten Vize-Präsidenten Bob Hanning zunächst mit Heuberger sprechen, erst dann über ihn. "Wenn wir von seinem Konzept und seinen Perspektiven überzeugt sein sollten, ist es gut möglich, dass er Bundestrainer bleibt. Es geht nicht darum, ein Bauernopfer zu finden", sagte Bauer: "Derjenige, der im Amt ist, hat immer einen gewissen Bonus."

Angesichts des Verpassens der Europameisterschaft 2014 in Dänemark ist Heuberger erheblich in die Kritik geraten. Trotzdem hatte ihm das scheidende DHB-Präsidium um Präsident Ulrich Strombach den Rücken gestärkt und ihm öffentlich das Vertrauen ausgesprochen. Der Nachfolger des langjährigen Bundestrainers Heiner Brand besitzt noch einen Vertrag bis 2014.