Rostock (SID) - Der siebenmalige Europameister Patrick Hausding sieht seinem Start bei der Wasserspringer-EM in Rostock (18. bis 23. Juni) optimistisch entgegen. Vor allem aufgrund seiner überstandenen Knieprobleme, die ihn bei den Sommerspielen in London noch gehandicapt hatten, seien seine Chancen auf Medaillen gestiegen. "Ich habe seit Olympia nicht eine Schmerztablette genommen. Mir geht es gesundheitlich von den Männern am besten", sagte der Berliner bei einer Pressekonferenz in der Hansestadt.

Hausding startet in Rostock vom 3-m-Brett und vom Turm jeweils im Einzel und im Synchron. Im Turm-Synchronspringen am Samstag könnten Hausding und Partner Sascha Klein (Dresden) zum sechsten Mal in Folge den Titel gewinnen und damit ihre Rekordserie ausbauen. Allerdings hatte Klein zuletzt mit einer Ellenbogenverletzung und einer Gehörgangsentzündung zu kämpfen.

"Natürlich springen wir um Gold mit, aber wir sind nicht ganz so siegessicher wie in den vergangenen Jahren. Wir können jetzt nicht sagen, das God Pflicht ist", sagte Hausding, der sich in der Neptun-Schwimmhalle einen Heimvorteil erhofft: "Für mich sind es die ersten Titelkämpfe in Deutschland. Natürlich ist es etwas Besonderes, vor heimischer Kulisse zu springen."