Kairo (dpa) - Bei Ausschreitungen nach der Entmachtung von Präsident Mursi sind in Ägypten in der Nacht mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1100 Menschen wurden verletzt, teilte das Gesundheitsministeriums in Kairo mit. Zu Zusammenstößen kam es auch in Alexandria, Suez und Al-Arisch. Zehntausende Anhänger der islamistischen Muslimbruderschaft hatten am "Freitag der Ablehnung" gegen die Absetzung Mursis demonstriert. Die Armeeführung hatte Mursi entmachtet und den Präsidenten des Verfassungsgerichts, Adli Mansur, als vorläufigen Nachfolger eingesetzt.