Bad Salzuflen/Bochum (dpa) - Die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel hat die Wahlkämpfer ihrer Partei im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zu größtem Einsatz angespornt.

"Wie die CDU in NRW am 22. September bei der Bundestagswahl abschneidet, ist für uns im Bund ein Schlüssel", sagte die Kanzlerin am Samstag beim Parteitag der NRW-CDU in Bad Salzuflen.

Der rot-grünen Landesregierung warf sie mit Blick auf die Streichung der Gehaltserhöhungen für Landesbeamte Gesetzesbrüche im Jahresrhythmus vor. Beim Milliarden-Projekt um ein Kohlekraftwerk in Datteln mahnte sie eine Entscheidung an. "Da lassen wir die Landesregierung nicht aus der Verantwortung, das muss so schnell wie möglich entschieden werden, da können wir nicht bis nach dem 22. September warten."

Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU, Armin Laschet, rief seine Partei im Bundestagswahlkampf zum Kampf um jede Stimme auf. "Die knappe Wahlniederlage in Niedersachsen Anfang des Jahres ist uns eine Mahnung", sagte Laschet, der den ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) als Gast in Bad Salzuflen begrüßte. "Vor einem Jahr sind wir nach der Landtagswahl bei einem absoluten Tiefpunkt angekommen. Aber diesen Frust haben wir jetzt überwunden", sagte Laschet. Er kündigte an, das Thema Arbeitsplätze in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu stellen. "NRW muss weiter Industrieland bleiben."

Auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (SPD) kommt heute zu einer Parteiveranstaltung nach Nordrhein-Westfalen. Steinbrück spricht bei einem Zukunftskonvent der Landes-SPD in Bochum. Bei der SPD steht das Thema soziale Gerechtigkeit auf dem Programm.

Nordrhein-Westfalen kommt bei der Bundestagswahl eine große Bedeutung zu. Gut 20 Prozent der deutschlandweit 61,8 Millionen Wahlberechtigten leben hier.

Programm NRW-Parteitag CDU

Programm Zukunftskonvent NRW-SPD