LeichtathletikBayer bleibt nach Dämpfer gelassen

Ulm (SID) - Weitsprung-Europameister Sebastian Bayer (27) will trotz seiner Niederlage bei den deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Ulm und noch fehlender Norm für die WM in Moskau nicht in Hektik verfallen. "Ich werde mir für die WM-Norm kein Bein ausreißen. Ich werde nicht auf Biegen und Brechen versuchen, eine Norm zu springen", sagte der Hamburger, "ich werde auch keine Wettkämpfe bestreiten, die nicht in meinen Plan passen."

In Ulm bekam Bayer ebenso wie Ex-Europameister Christian Reif einen herben Dämpfer verpasst. Die beiden Stars der Szene mussten sich dem Leverkusener Alyn Camara geschlagen geben, der mit 8,15 m im letzten Versuch den Titel holte. Bayer musste sich mit 8,04 m und Platz zwei zufrieden geben, Reif wurde mit 7,90 Dritter.

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Bisher haben nur Camara und Reif (Rehlingen) die Norm (8,25) für die Weltmeisterschaften in Moskau (10. bis 18. August) überboten. Bayer fehlen noch 21 Zentimeter. Allerdings hat der deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) die Möglichkeit, Bayer aufgrund der erfüllten B-Norm mit nach Russland zu nehmen. Ende Juli will der DLV sein endgültiges WM-Aufgebot bekannt geben.

"Ich bereite mich so vor, als würde ich eine WM angreifen. Zwei, drei Wettkämpfe sind im Juli noch geplant", sagte Bayer, der zuletzt mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, "aber nicht mehr. Denn ich will mich nicht für die Norm kaputtmachen und dann in Moskau 7,80 Meter springen."

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  • Quelle sid