LeichtathletikUSADA bestätigt positive B-Probe bei Sprintstar Gay

Frankfurt/Main (dpa) - US-Sprinter Tyson Gay ist endgültig als Dopingsünder überführt. Bei dem Dreifach-Weltmeister von 2007 hat die B-Probe den positiven Test vom 16. Mai bestätigt. Dies sagte Travis Tygart, Exekutivdirektor der USADA, der Nachrichtenagentur dpa.

Zudem bestätigte er, dass Gay nicht nur einmal ins Netz der Dopingfahnder gegangen ist. "Eine zusätzliche Probe von Mister Gay hat ein ungünstiges Ergebnis ergeben", sagte Tygart.

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Der 30-jährige Gay hatte am 14. Juli in einer Telefonkonferenz gestanden, bei einer Trainingskontrolle positiv getestet worden zu sein. Um welches Doping-Mittel es sich handelt, ist nicht bekannt. Die Nachrichtenagentur AP berichtet zudem, dass Gay bei den amerikanischen Leichtathletik-Meisterschaften im Juni ebenfalls mit einer positiven Substanz erwischt worden sei. Der Sprinter ist dieses Jahr in 9,75 Sekunden der schnellste Mann über 100 Meter. Er war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Gay droht nun eine Zwei-Jahres-Sperre. Am gleichen Tag wie die Nachricht von seiner positiven A-Probe war bekanntgeworden, dass auch die Jamaikaner Asafa Powell und Sherone Simpson ins Netz der Dopingfahnder geraten waren. Wenige Wochen vor den Weltmeisterschaften in Moskau (10. bis 18. August) hatte der Skandal die Leichtathletik bis ins Mark erschüttert. Die verbotene Substanz bei den Jamaikanern soll nach Angaben von deren Manager Paul Doyle das Stimulanzmittel Oxilofrin sein. Diese sei bei den Landesmeisterschaften festgestellt worden.

Gay hatte seine WM-Teilnahme bereits von sich aus abgesagt, nachdem er positiv getestet worden war. "Ich komme nicht mit einer Sabotage-Theorie. Fakt ist vielmehr, dass ich Leuten vertraut habe, die mich nun hängengelassen haben", sagte Gay damals. Er soll auch bei den nationalen Titelkämpfen im Juni, wo er die 100 und 200 Meter gewann, ein verbotenes Mittel im Urin gehabt haben. Gay war zuvor nicht aufgefallen, er ist sogar Teilnehmer am Programm "My Victory" der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA. Dabei melden sich Athleten freiwillig, um die Testqualität bei Kontrollen zu verbessern.

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  • Quelle dpa