Berlin (SID) - Die deutschen Volleyballerinnen wollen bei der Heim-EM (6. bis 14. September) den Titel gewinnen. "Wir können die Goldmedaille holen. Wir wissen, dass es unglaublich schwer wird, aber wir wollen das", sagte Bundestrainer Giovanni Guidetti in Berlin, wo am 14. September das Endspiel stattfinden wird. "Es gibt keine Mannschaft, die wir nicht schlagen können", betonte der Italiener: "Wir arbeiten jeden Tag für die Möglichkeit, dass wir das schaffen können."

Bevor es bei der EM ernst wird, tritt der Vize-Europameister beim Grand Prix an und will dort mit dem Einzug in die Endrunde Selbstvertrauen tanken. "Wir wollen beim Finale des Grand Prix dabei sein", sagte Spielführerin Margareta Kozuch. Dafür muss die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) unter die besten Fünf von insgesamt 20 Teams kommen. Nur Gastgeber Japan ist für das Finale vom 28. August bis 1. September in Sapporo gesetzt.

Der Grand Prix startet am Freitag mit dem ersten von drei Turnieren in Montichiari/Italien (2. bis 4. August). Dort geht es gegen Kasachstan, Argentinien und Italien. "Es ist wichtig, dass wir so viele Spiele wie möglich vor der EM absolvieren. Sehr gut ist, dass wir uns mit den Teams auch in Deutschland messen", sagte Kozuch.

Guidetti hat am Montag in Zuspielerin Lena Möllers (Novara/Italien) und Außenangreiferin Jana-Franziska Poll (Schweriner SC) die beiden letzten Spielerinnen aus dem Kader gestrichen. Mit 14 Volleyballerinnen geht das DVV-Team nun zunächst in den Grand Prix und dann wahrscheinlich auch in die EM. "Alle Spielerinnen arbeiten mit einer großen Motivation, jede einzelne will bei dieser EM vor den eigenen Fans spielen", sagte Guidetti: "Mein Blick in den letzten Jahren ging immer auf diese EM. Wir haben jetzt die besten Spielerinnen zusammen."

Im Rahmen des Grand Prix geht es in der Vorrunde noch nach Plock/Polen (9. bis 11. August) und Bangkok/Thailand (16. bis 18. August). Die deutsche Mannschaft rutschte dank einer Wildcard in den Wettbewerb nach.

Das deutsche Aufgebot für den Grand Prix:

Zuspiel: Kathleen Weiß (Bergamo/Italien), Denise Hanke (Eczacibasi Istanbul/Türkei)

Mittelblock: Christiane Fürst (Vakifbank Istanbul/Türkei), Corina Ssuschke-Voigt (Lokomotiv Baku/Aserbaidschan), Anja Brandt (Schweriner SC), Berit Kauffeldt (Conegliano/Italien)

Außenangriff: Maren Brinker (Wroclaw/Polen), Heike Beier (Bielsko Biala/Polen), Jennifer Geerties (Rote Raben Vilsbiburg), Lisa Izquierdo (Dresdner SC)

Diagonalangriff: Margareta Kozuch (zur Zeit ohne Verein), Saskia Hippe (Prostejov/Tschechien)

Libero: Lenka Dürr (Igtisadchi Baku/Aserbaidschan), Lisa Thomsen (zur Zeit ohne Verein)