Berlin (SID) - Präsidentschaftskandidat Thomas Bach sieht im Fall seiner Wahl zum Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) keine negativen Auswirkungen auf eine mögliche Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2022. "Die beide Dinge haben zunächst einmal miteinander nichts zu tun. Hier unterscheiden die IOC-Mitglieder sehr genau, deshalb wird es keinen Einfluss auf die internationale Entscheidungsfindung haben", sagte der IOC-Vize vor ausländischen Medienvertretern in Berlin.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) könnte sich vielmehr eine positive Entwicklung vorstellen. "Ich glaube, dass wenn ich die Wahl tatsächlich gewinnen würde, es für das Thema Olympia und Olympische Spiele in Deutschland einen positiven Schub geben würde", sagte Bach weiter.

Der oberste deutsche Sportfunktionär könnte bei der 125. IOC-Session des Anfang September als erster Deutscher an die Spitze des IOC gewählt werden. Über eine mögliche zweite Bewerbung Münchens nach der gescheiterten Kandidatur für das Jahr 2018 entscheiden die Sportfachverbände am 30. September in München.