Köln (SID) - Angesichts der Studie "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" fordert Präsident Clemens Prokop vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ein Anti-Doping-Gesetz. "Es ist erschreckend, was da bekannt geworden ist", sagte Prokop in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Ohne ein entsprechendes Gesetz sei die wirksame Doping-Bekämpfung nicht zu bewerkstelligen. "Der Sport allein ist damit überfordert", sagte der Direktor des Regensburger Amtsgerichtes: "Der Staat muss mit dem Sport partnerschaftlich zusammenarbeiten." Dazu gehöre auch, "dass wir die Möglichkeit haben müssen, Vorgänge, die im Dopingbereich weiter zurückliegen, länger zu verfolgen." Die derzeit geltende Verjährungsfrist von acht Jahren sei zu kurz.