New York (dpa) - Gute Konjunkturdaten aus China haben den
US-Aktienmarkt am Donnerstag nach drei Tagen mit Verlusten wieder
Tritt fassen lassen.

Angesichts der Zahlen rückten Sorgen um eine
schnellere Straffung der US-Geldpolitik in den Hintergrund. Nach
einem durchwachsenen Start in den Handel konnten die wichtigsten
US-Indizes den Abwärtstrend der vergangenen Handelstage stoppen. Der
Dow Jones gewann 0,18 Prozent auf 15 498,32 Punkte. Im
bisherigen Wochenverlauf hat der Leitindex aber 1,02 Prozent
abgegeben. Der breitere S&P-500-Index stieg am Donnerstag
um 0,39 Prozent auf 1697,48 Punkte. Der technologielastige
Nasdaq-100-Index legte um 0,37 Prozent auf 3130,12
Punkte zu.

Zahlen zur chinesischen Handelsbilanz nährten die Hoffnung auf
ein Wiedererstarken der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Der
Außenhandel hatte im Juli wieder an Schwung gewonnen. Die Zahlen
könnten Zeichen einer Stabilisierung der chinesischen
Wirtschaftsaktivität sein, sagte ein Marktstratege in Den Haag. In
den USA waren zudem die wöchentlichen Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe etwas weniger stark geklettert als von Fachleuten
erwartet. Die Zahlen wiesen in die richtige Richtung, sagte eine
Marktstrategin in New York. Grundsätzlich sei das positiv für den
Aktienmarkt. Kurzfristig könne es im Hinblick auf die Reaktion der
US-Notenbank Fed auch stärkere Kursschwankungen auslösen. Doch ein
tatsächlich gedrosseltes Tempo von Anleihekäufen seitens der Fed
geschehe aus sehr guten Gründen. Beobachter an den Aktienmärkten
hatten sich in den vergangenen Wochen für einen solchen Fall wegen
des Abflusses von Liquidität besorgt gezeigt.