Sport AllgemeinSpiegel: Friedrich befürwortet Anti-Doping-Gesetz

Köln (SID) - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich im Nachrichtenmagazin Spiegel erstmals für ein Anti-Doping-Gesetz im Sport ausgesprochen. "Für den Berufssport kann man meines Ermessens über zusätzliche Regelungen in einem Anti-Doping-Gesetz reden", sagte der für den Sport zuständige Politiker: "Wo finanzielle Vorteile durch Manipulation erzielt werden, wo ein Sportler sein geldwertes Image durch Betrug fördert, ist so etwas überlegenswert."

Dopende Hobbysportler seien davon auszunehmen. "Den Freizeitsport sollten wir nicht kriminalisieren", sagte Friedrich: "Wer sich selbst schädigt, muss nicht auch noch strafrechtlich belangt werden." Ein "zentrales Problem" sei die "Abgrenzung" zwischen Berufs- und Freizeitsport. "Wir werden mit Experten beraten, ob sich diese und andere Fragen in einem Anti-Doping-Gesetz lösen lassen", sagte der Minister.

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Zuletzt hatten sich bereits eine Mehrheit der Justizminister der Länder und auch Friedrichs CSU-Parteichef Horst Seehofer für ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen. Am 2. September wird Friedrich im Sportausschuss des Bundestags über das Thema sprechen. Bisherige Gesetzesinitiativen waren am Veto der schwarz-gelben Koalition gescheitert.

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  • Quelle sid