Wahlen+++ Live-Ticker: Merkel und Steinbrück im TV-Duell +++

Drei Wochen vor der Bundestagswahl treffen Angela Merkel und Peer Steinbrück im TV-Duell aufeinander.

(21:57) +++ Moderator Raab bohrt hartnäckig nach, ob Steinbrück entgegen eigener Ankündigung nicht doch als Vizekanzler und Minister in eine große Koalition eintreten würde: "Oliver Kahn ist auch als Nummer zwei zur WM gefahren, weil es der Sache dient." Steinbrück bekräftigt aber sein Nein dazu: "Ich will Sekt oder Selters." +++

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(21:51) +++ Der SPD-Herausforderer hält der Bundesregierung erneut vor, bis jetzt noch nicht geklärt zu haben, inwieweit durch die NSA-Spionageaffäre Schaden für die Bundesrepublik Deutschland entstanden sei. Die Bundeskanzlerin bekräftigt, dass die schwerwiegenden Vorwürfe weiter geprüft würden. +++

(21:49) +++ Merkel verteidigt die schwarz-gelbe Pflegereform. So sei erstmals etwas substanziell für Demenzkranke verbessert worden. +++

(21:48) +++ Sowohl Merkel als auch Steinbrück sind nach eigener Auskunft privat krankenversichert. Angesprochen auf jüngste Berichte, dass gesetzlich Krankenversicherten in massivem Umfang Krankengeld, Rehas und Hilfsmittel verwehrt werden, sagt Merkel: "Wir haben einen Anspruch - und der heißt, dass jeder Mensch die Gesundheitsversorgung bekommt, die er braucht." +++

(21:44) +++ Merkel verteidigt das Betreuungsgeld für Kinder, die keine staatlich finanzierte Kita in Anspruch nehmen. Steinbrück bekräftigt, das Betreuungsgeld im Fall eines Wahlsiegs in den ersten 100 Tagen abschaffen zu wollen. +++

(21:39) +++ Merkel bedauert nach eigenen Angaben die Entscheidung zum Atomausstieg nicht. "Wenn ich sehe, was in diesen Tagen in Fukushima diskutiert wird, bin ich noch mehr überzeugt, dass es richtig war." +++

(21:36) +++ Steinbrück verteidigt den SPD-Parteitagsbeschluss wonach die Rente bis 2019 auf 67 Jahre ausgeweitet werden soll, wenn die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei 60- bis 65-Jährigen entsprechend zunehmen werde. +++

(21:26) +++ Steinbrück wirft Merkel und der schwarz-gelben Koalition Wahlkampf-Ankündigungen ohne inhaltliches Fundament vor. "Das sind ja alles schöne Schachteln, die Frau Merkel ins Schaufenster gestellt hat." Er bezieht sich etwa auf das Konzept einer Lebensleistungsrente oder einer Lohnuntergrenze, das einen Flickenteppich mit sich bringe. Ein "Jahr der Pflege" sei auch angekündigt gewesen, aber geschehen sei wenig. +++

(21:21) +++ Steinbrück kündigt Korrekturen der Agenda 2010 im Fall eines Wahlsiegs an. +++

(21:20) +++ Auf die Frage, ob Politiker gut bezahlt seien, vermeidet Steinbrück eine Antwort. Er war vor einigen Wochen in die Kritik geraten, weil er sagte, ein Bundeskanzler verdiene vergleichsweise zu wenig. Merkel auf die Frage, ob Politiker gut verdienen: Ja. +++

(21:16) +++ Die Kanzlerin verweist erneut darauf, dass mit rund 29 Millionen mehr Menschen in sozialpflichtiger Beschäftigung seien als je zuvor in Deutschland. +++

(21:14) +++ Steinbrück konterte den Vorwurf von Moderator Stefan Raab, sein Bild von der "Kavallerie" gegen Steuerbetrug sei eine "komplett leere Drohung" mit den Worten: "Stimmt doch nicht." Beispielsweise könnten Verjährungsfristen verlängert werden. +++

(21:12) +++ Das gegen Altersarmut vereinbarte Konzept einer Lebensleistungsrente wurde auf die Zeit nach der Wahl verschoben. Geplant war, dass Menschen, die ein Leben lang Vollzeit gearbeitet und privat vorgesorgt haben, auch als Geringverdiener ein Alterseinkommen oberhalb der Grundsicherung erhalten. +++

(21:07) +++ Merkel wirft Steinbrück vor, ihre Politik in der Eurokrise nur wegen des Wahlkampfs zu kritisieren. +++

(21:03) +++ Im Streit um ein mögliches drittes Rettungspaket für Griechenland lässt die Kanzlerin offen, wie hoch weitere Hilfen ausfallen könnten: "Keiner weiß genau, wie sich die Dinge in Griechenland entwickeln." +++

(20:55) +++ Steinbrück wirft der schwarz-gelben Bundesregierung vor, trotz günstiger Wirtschaftsdaten die Verschuldung weiter erhöht zu haben. +++

(20:51) +++ Auf drängendes Nachfragen Steinbrücks sagt Merkel: "Mit mir wird es keine Pkw-Maut geben." +++

(20:50) +++ Merkel ließ eine Pkw-Maut für Ausländer, wie sie die CSU verlangt, weiter offen. Diese sei europarechtlich sehr schwierig. +++

(20:49) +++ Merkel bekräftigte das Ziel des Abbaus der öffentlichen Schulden. +++

(20:45) +++ Merkel hält der SPD entgegen, Steuererhöhungen würden die derzeitige gute Ausgangslage verschlechtern und gerade den Mittelstand und das Handwerk treffen. Die Schere zwischen Reich und Arm öffne sich gerade nicht mehr weiter, wenn mehr Menschen in Arbeit kämen, sagte die Kanzlerin. +++

(20:44) +++ Trotz der schlechten Umfragewerte für Steinbrück bedauert die Kanzlerin den SPD-Kandidaten nicht: "Nein, das hat Peer Steinbrück jetzt auch nicht nötig, dass er mir leid tut." +++

(20:42) +++ Steinbrück kritisiert, unter Schwarz-Gelb habe der Niedriglohnsektor zugenommen wie kaum in einem anderen Land. Es fehle bezahlbarer Wohnraum. Die Aufstiegschancen junger Menschen ließen zu wünschen übrig. +++

(20:39) +++ Anne Will stellt fest, dass die Merkel und Steinbrück bislang nicht unmittelbar auf die Fragen der Moderatoren antworten. +++

(20:38) +++ Merkel verweist in ihrer ersten Antwort auf eine Frage von Stefan Raab auf die ihrer Ansicht nach akuell gute Lage. "Deutschland ist Wachstumsmotor, Deutschland ist Stabilitätsanker." +++

(20:36) +++ Steinbrück: "Meine Bitte ist: Lassen Sie sich nicht einlullen." +++

(20:34) +++ Steinbrück hält Merkel zum Auftakt des TV-Duells eine Politik des Abwartens und Aussitzens vor. "Mich bewegt die Vorstellung von einem Land, das aus dem Stillstand herauskommt." +++

(20:30) +++ Das Warten hat ein Ende. Es geht los. +++

(20:19) +++ Im Studio G, der Lounge für die geladenen Gäste, ist bereits eine stattlichen Zahl CDU-Minister zu sehen, darunter Finanzminister Wolfgang Schäuble und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla. Bei der SPD hält unter anderem der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig Steinbrück die Daumen. +++

(20:15) +++ Das Los hat entschieden: Steinbrück beginnt die Debatte, Merkel hat das letzte Wort. +++

(20:13) +++ Sie wollten den Wehrdienst von neun auf sechs Monate verkürzen, aber die Wehrpflicht erhalten. Zum 1. Juli 2011 wurde der Pflichtdienst für Männer aber durch einen Freiwilligendienst ersetzt. +++

(20:12) +++ Bei weitem nicht in allen Fällen haben Schwarz und Gelb Wort gehalten. +++

(20:09) +++ Steinbrück würde nicht nochmal in die Politik gehen. "In meinem zweiten Leben würde ich entweder Geschichte studieren oder Tischler werden", sagte er der Zeitschrift "Bild der Frau". ++

(20:07) +++ Die Kanzlerin und ihr Gegenkandidat machen einen entspannten Eindruck. +++

(20:06) +++ Der Anteil der CDU-Stammwähler ist im Laufe der Jahre geringer und die Zahl der Wechselwähler größer geworden. Merkel hat die Partei mit der Abschaffung der Wehrpflicht, Atomausstieg und nun der Öffnung für Mindestlöhne stark in die politische Mitte gerückt. +++

(20:04) +++ Mehr als 20 000 Wahlhelfer zählt die CDU, 20 Millionen Euro kann sie für den Wahlkampf ausgeben. +++

(20:03) +++ Orange ist seit einigen Jahren die Farbe des CDU-Wahlkampfes. Selbst der Spendomat trägt Orange. +++

(19:53) +++ Von 1998 bis 2009 stieg die Zahl der Nichtwähler bei Bundestagswahlen von 10,8 auf 18,1 Millionen - fast 30 Prozent. Bringt das Duell Steinbrück-Merkel diesmal wieder mehr Menschen an die Urne? +++

(19:50) +++ Angela Merkel ist am Fernsehstudio in Berlin-Adlershof eingetroffen. Merkel wird von rund 150 Anhängern begeistert empfangen. +++

(19:45) +++ Vom Kanzlerkandidaten bis zum Partei- und zum Fraktionschef hat die gesamte SPD-Spitze ausgeschlossen, dass die Linke nach dem 22. September zum Steigbügelhalter für Rot-Grün werden könnte. +++

(19:39) +++ Der Vorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, hat sein Tolerierungsangebot an SPD und Grüne wieder zurückgezogen: "Entweder wir sind richtig dabei, oder wir sind nicht dabei". +++

(19:37) +++ 23 Millionen Euro kostet der SPD-Wahlkampf, die Agenturen Super J+K und Cross Media kümmern sich um die Werbung und deren Platzierung. Um junge Wähler besser zu erreichen, wird für viel Geld verstärkt im Privatfernsehen geworben. +++

(19:32) +++ Peer Steinbrück ist zum TV-Duell eingetroffen.Anhänger von Angela Merkel buhten ihn aus, Jusos versuchten lautstark dagegen zu halten. +++

(19:31) +++ Steinbrück muss verhindern, dass Merkels Schwammigkeit das eigene Lager demobilisiert - denn bei geringer Wahlbeteiligung schneidet die SPD in aller Regel schwach ab. +++

(19:29) +++ Die Themenpalette dürfte heute von Syrien, Eurokrise und Steuerplänen über Miet- und Strompreise bis zu Pkw-Maut, NSA-Geheimdienstaffäre und Koalitionsoptionen reichen. +++

(19:27) +++ Das TV-Duell 2009 von Merkel und dem damaligen SPD- Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier sahen rund 14 Millionen Menschen. +++

(19:24) +++ Gut die Hälfte der Deutschen wollen sich die Sendung anschauen, ergaben Umfragen. +++

(19:22) +++ Manche fragen auch, ob Steinbrück der richtige Mann ist für ein eher linkes SPD-Programm. Früher sah er etwa Mindestlöhne kritisch. +++

(19:21) +++ Bisher trauen Steinbrück nicht viele Bürger zu, es besser zu können als Merkel. Aber der Mann feiner Ironie und scharfer Worte kämpft. +++

(19:17) +++ Steinbrück kündigte an, "dass mitteleuropäische Verhaltensnormen eingehalten werden." Er werde dem Rat seiner Frau folgen und sich nicht provozieren lassen. +++

(19:11) +++ Vier Moderatoren von ARD, ZDF, RTL und ProSieben stehen in der 90-minütigen Live-Sendung vor allem vor der Herausforderung, die Kanzlerin aus der Reserve locken. Sie vermeidet im Wahlkampf bisher weitgehend eine harte Konfrontation mit ihren Kontrahenten. ++++

(19:07) +++ Angela Merkel kämpft bei der Wahl am 22. September um ihre dritte Kanzlerschaft. Die CDU-Vorsitzende gilt als mächtigste Frau der Welt. +++

(19:03) +++ Für Union und FDP läuft der Wahlkampf bisher wie von selbst. Viele Bürger sind angesichts der stabilen Wirtschaftslage zufrieden. Die Opposition tut sich schwer, die Koalition vor sich herzutreiben. +++

(19:01) +++ Im neuen Sonntagstrend der "Bild am Sonntag" büßte die SPD weiter an Zustimmung ein, Sie verlor zwei Punkte und kam nur noch auf 23 Prozent. +++

(19:00) +++ Vom TV-Duell erhofft sich die SPD die Wende im Wahlkampf. Die Sozialdemokraten kommen in den Umfragen nicht voran. Und bis zur Wahl sind es nur noch drei Wochen. +++

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  • Quelle dpa