Die EU-Kommission will mithilfe eines "freiwilligen Mechanismus" den Mobilfunkanbietern Anreize geben, ihre Roaming-Gebühren zu streichen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Bislang verlangen die Telekomfirmen relativ hohe Gebühren für Telefonate ins Ausland. 

Ein weiterer Punkt in dem EU-Papier ist die viel diskutierte Netzneutralität. Künftig soll es nicht mehr möglich sein, bestimmte Inhalte langsamer zu übertragen oder gar zu blockieren. Nur noch in Ausnahmefällen – wie bei Kinderpornografie oder drohender Überlastung des Internets – dürfen die Anbieter eingreifen.

Dieser Schritt war zuvor auch in Deutschland vielfach diskutiert worden. Ein früherer Entwurf des EU-Papiers hatte vorgesehen, dass Anbieter zwischen Inhalten unterscheiden dürfen. Somit könnten sie ihre eigenen Inhalte unter besseren Voraussetzungen übertragen.

Wahrung der Netzneutralität

Die Pläne benötigen noch die Zustimmung des EU-Parlaments und der EU-Staaten. Bis Juli 2016 sollen Mobilfunkanbieter schrittweise ihre Gebühren für die Handy-Nutzung im europäischen Ausland abbauen.