Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt das Vermittlungsangebot des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani im Bürgerkrieg in Syrien. Dies teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit. Ruhani hatte in der Washington Post angeboten, im Syrien-Konflikt zu schlichten. Er wolle einen Dialog zwischen Machthaber Baschar al-Assad und der Opposition ermöglichen. Der Iran gilt als wichtiger Verbündeter des syrischen Diktators.

Die Kanzlerin lobte den iranischen Präsidenten für seinen Kurs. Es müssten aber auf diese Worte auch Taten folgen. "Die angekündigte Politik der Mäßigung muss sich tatsächlich positiv auf die internationale Zusammenarbeit auswirken", sagte Regierungssprecher Seibert.

Die Bundesregierung lobte außerdem die Freilassung von politischen Gefangenen im Iran und nannte dies "einen ersten und wichtigen konkreten Schritt". Jedoch seien im Iran noch immer Menschen wegen ihrer politischen Haltung inhaftiert. Die Bundesregierung hoffe darauf, dass der Iran diesen Kurs auch fortsetzt, sagte Seibert.

Ruhani wird am kommenden Dienstag erstmals vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen sprechen. Ungeachtet des Ergebnisses der Bundestagswahl am Sonntag wird Außenminister Guido Westerwelle (FDP) an der UN-Versammlung teilnehmen.