Straßburg (AFP) - (AFP) Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat 19 Kurden Recht gegeben, die in der Türkei wegen der Anrede "Herr Öcalan" an die Adresse des inhaftierten Vorsitzenden der kurdischen Arbeiterpartei PKK verurteilt wurden. Ein türkisches Gericht hatte diese Anrede für Abdullah Öcalan im November 2008 als "Verherrlichung eines Verbrechens und eines Verbrechers" gerügt und gegen jeden der Kläger eine Geldstrafe von 700 Euro verhängt. Bereits drei Jahre zuvor war der Chef einer Kurden-Partei aus dem gleichen Grund zu sechs Monaten Haft verurteilt worden.