Luxemburg/Brüssel (dpa) - Nach dem Flüchtlingsdrama vor der italienischen Insel Lampedusa mit bislang knapp 200 Toten setzt die Europäische Union diese Thematik ganz oben auf die Agenda.

Die EU-Innenminister werden am morgigen Dienstag bei ihrem Treffen in Luxemburg über Konsequenzen für die europäische Flüchtlingspolitik beraten. Die italienische Regierung habe dies beantragt, berichteten Diplomaten am Montag in Luxemburg. Zudem wird EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Mittwoch nach Lampedusa reisen.

Barroso werde vor Ort der Opfer gedenken und den Menschen in Lampedusa seine Unterstützung und die Solidarität Europas aussprechen, teilte die EU-Kommission mit. In Brüssel werden demnach Vorschläge für eine bessere Flüchtlingspolitik vorbereitet. "Die EU-Kommission arbeitet an Maßnahmen und konkreten Aktionen, die auf europäischer und nationaler Ebene getroffen werden können, um die Notlage der Flüchtlinge und die Probleme der betroffenen Mitgliedsstaaten anzugehen", schrieb die Behörde, ohne Details zu nennen. Dies werde Barroso mit den italienischen Behörden besprechen.

Aktualisierte Agenda des Ministertreffens - Englisch

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