Kairo/Istanbul (dpa) - Nach den blutigen Unruhen in Ägypten ist die Zahl der Toten auf 53 gestiegen. Das berichteten lokale Medien am Montag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Am Sonntag war es in Kairo und zwei weiteren Provinzen zu schweren Zusammenstößen zwischen Unterstützern der Armee und den Anhängern der vom Militär entmachteten Muslimbruderschaft gekommen. In einigen Fällen schritten dabei die Sicherheitskräfte ein. Die meisten Toten gab es in der Hauptstadt Kairo. Einige Opfer zählten die Behörden auch in Al-Minia und Beni Sueif. Zunächst war von insgesamt 44 Toten die Rede. Laut Gesundheitsministerium wurden landesweit 271 Menschen verletzt.

Am Sonntag, dem 40. Jahrestag des arabischen Angriffs auf die israelischen Truppen im Jom-Kippur-Krieg von 1973, hatte ein Teil der Bevölkerung an das historische Datum erinnert und den "Sieg" von einst gefeiert. Die Anhänger der Muslimbruderschaft demonstrierten gleichzeitig gegen den "Militärputsch" vom vergangenen Juli.