Abu Dhabi (SID) - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (26) lässt nach seiner vorzeitigen Titelverteidigung nicht locker. Der Red-Bull-Pilot dominierte auch zum Auftakt des Grand Prix von Abu Dhabi (Sonntag, 14 Uhr/RTL und Sky) die Konkurrenz und drehte im freien Training die schnellste Runde (1:41,335 Minuten). Vettel verwies fünf Tage nach seiner Krönung zum jüngsten Vierfach-Champion der Geschichte seinen Teamkollegen Mark Webber (Australien/1:41,490) und Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (England/1:41,690) auf die Plätze zwei und drei. Das Qualifying steigt am Samstag (14 Uhr).

Vorjahressieger Kimi Räikkönen (Lotus), der am Donnerstag die obligatorischen Medientermine geschwänzt und so für Missstimmung im Team gesorgt hatte, fuhr auf Platz vier. Dahinter reihte sich Nico Rosberg im zweiten Silberpfeil ein. Nico Hülkenberg (Sauber/Emmerich) sicherte sich nach überstandener Krankheit Platz neun. Der 26-Jährige lag am Donnerstag noch mit einer Magenverstimmung im Bett. Adrian Sutil (Force India/Gräfelfing) wurde 15.. Der WM-Zweite und Ferrari-Star Fernando Alonso kam nicht über Rang acht hinaus.

Nachdem Vettel am vergangenen Sonntag in Indien mit seinem sechsten Sieg in Serie und dem zehnten der Saison seine Titelverteidigung perfekt gemacht hat, jagt der Heppenheimer in der Wüste von Abu Dhabi weiter zwei Bestmarken von Rekordweltmeister Michael Schumacher. Der 44 Jahre alte Kerpener hatte 2004 die ersten sieben Rennen der Saison und insgesamt 13 gewonnen. Shooting-Star Vettel kann seine beeindruckende Serie noch auf dem Yas Marina Circuit und danach bei den Rennen in Austin (USA) und beim Saisonfinale in São Paulo (Brasilien) ausbauen und den Schumacher-Rekord der Saison-Triumphe einstellen.

Der legendäre Alberto Ascari gewann in den 50er Jahren sogar neun Rennen in Folge - allerdings nicht in einem Jahr. Der Italiener holte die ersten sechs Siege 1952 und weitere drei in der darauffolgenden Saison. Vettel hat weiter die Chance, dieses Kunststück als erster Formel-1-Pilot in einem Jahr zu schaffen.