Wilhelmshaven (dpa) - Die Seehunde im Wattenmeer entlang der Nordseeküste sind so zahlreich wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Jüngst zieht es die Tiere zunehmend in Richtung Westen.

Das sind die zentralen Ergebnisse der am Freitag vorgelegten neuesten Bestandskontrolle des Wilhelmshavener Wattenmeersekretariats, dessen Experten die Seehundbestände aus Flugzeugen heraus zählen.

Demnach tummeln sich im Watt vor Dänemark, Deutschland und den Niederlanden 26 788 Seehunde. Das sei ein Rekordwert seit dem Start der Zählung 1975. Hochgerechnet auf Tiere, die bei der Kontrolle nicht zu sehen waren, ergebe sich ein Schätzwert von knapp 40 000 Seehunden. Jungtiere gab es dagegen vier Prozent weniger.

Bei den Kegelrobben gab es größere Einbrüche, was die Experten aber mit Schwierigkeiten bei den diesjährigen Zählflügen erklärten. Wahrscheinlich sei der Bestand höher als die entdeckten 2785 Tiere.

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