Berlin (SID) - Nach der Bedrohung eines norwegischen Kamerateams Dreharbeiten im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Sotschi hat sich Russland offenbar bei den Journalisten entschuldigt. "Ein hoher Beamte aus dem Außenministerium hat mich angerufen und um Entschuldigung gebeten", sagte der Fernsehreporter Oystein Bogen der Süddeutschen Zeitung: "Es handele sich um ein Missverständnis, die Verantwortlichen würden bestraft."

Nach Angaben des Journalisten seien er und sein Kameramann während ihrer Dreharbeiten von der Polizei auf Schritt und Tritt verfolgt, mehrfach kontrolliert und verhört worden. "Irgendwann behaupteten sie (die Beamten, Anm. d. Red.), wir hätten Drogen genommen, und wollten uns zu einem Test zwingen. Da habe ich die norwegische Botschaft in Moskau angerufen", sagte Bogen: "Man hat uns geraten, auf keinen Fall den Test zu machen. Wenn der manipuliert sei, könnten sie nichts mehr für uns tun. Nach einer Weile kam dann wohl von höherer Stelle die Anweisung, uns gehen zu lassen."